Wie unterscheiden sich Briefmarken, Internetmarke und Frankiermaschine?
| Kriterium | Briefmarken | Internetmarke | Frankiermaschine |
|---|---|---|---|
| Briefporto für Inland und Ausland | Ja | Ja | Ja |
| Ohne eigenes Frankiergerät nutzbar | Ja | Ja | Nein |
| Porto bei Bedarf selbst ausdrucken | Nein | Ja | Ja |
| Direktdruck auf geeignete Umschläge | Nein | Druckerabhängig | Ja |
| Briefgewicht automatisch zur Portoermittlung übernehmen | Nein | Nein | Modellabhängig |
| Briefstapel automatisch zuführen | Nein | Nein | Optional |
| Portoverbrauch im System nach Kostenstellen erfassen | Nein | Nein | Modellabhängig |
Verglichen werden gekaufte Briefmarken, die Internetmarke im Online-Shop und Frankiermaschinen. Individuelle Softwareanbindungen und separate Zusatzgeräte sind nicht einbezogen. Waage, Zuführung und Kostenstellenumfang richten sich bei Frankiermaschinen nach Modell und Konfiguration.
- Briefmarken Praktisch für gelegentliche Einzelbriefe ohne eigenen Drucker; passende Werte müssen bereitliegen und aufgeklebt werden.
- Internetmarke Porto bei Bedarf online kaufen und ausdrucken; Druck und gegebenenfalls das Anbringen von Etiketten organisieren.
- Frankiermaschine Geeignet für einen festen Frankierplatz mit regelmäßigem Postaufkommen; Gerät, Service, Material und Bedienzeit in die Rechnung aufnehmen.
Für den Kostenvergleich zählt der vollständige Ablauf: vom Bereitstellen des Portos über Wiegen und Drucken bis zur fertigen Sendung. Bei regelmäßigem Postaufkommen kann eine Frankiermaschine mehrere Handgriffe verbinden; wie viel Zeit das in Ihrem Unternehmen spart, sollte am eigenen Versandlauf gemessen werden.
Grundlagen des Vergleichs: Internetmarke der Deutschen Post und beispielhafte FP-Ausstattungen bei PostBase Vision M2 sowie PostBase Fusion A120. Stand: 2. Oktober 2026.
Welche Kosten und Zeitersparnisse gehören in den Vergleich?
Vergleichen Sie die monatlichen Kosten der Frankierlösung mit denen Ihres bisherigen Verfahrens. Rechnen Sie Gerätezahlungen, Verträge und Material ein. Das Porto betrachten Sie nur insoweit als Unterschied, wie tatsächlich andere Konditionen gelten.
Monatlicher rechnerischer Vorteil = Wert der eingesparten Arbeitszeit + belegbare Portovorteile − zusätzliche Betriebskosten.
Die Deutsche Post gewährt unter ihren aktuellen Bedingungen einen Rabatt von 1 % auf Portoladungen ab 200 Euro. Das allein begründet noch keine wirtschaftliche Anschaffung; maßgeblich sind die geltenden Lade- und Abrechnungsbedingungen.
Beispielrechnung: Wann überwiegt der wirtschaftliche Nutzen?
Ein fiktives Unternehmen versendet 600 Briefe pro Monat. Es setzt 30 Euro je Arbeitsstunde an. Gegenüber dem bisherigen Verfahren entstehen 55 Euro zusätzliche monatliche Kosten; tatsächlich nutzbare Portovorteile betragen im Beispiel 8 Euro.
| Rechengröße | 12 Sekunden weniger je Brief | 6 Sekunden weniger je Brief |
|---|---|---|
| Freie Arbeitszeit im Monat | 2 Stunden | 1 Stunde |
| Bewertete Arbeitszeit | 60 Euro | 30 Euro |
| Zuzüglich Portovorteil | 8 Euro | 8 Euro |
| Abzüglich Mehrkosten | 55 Euro | 55 Euro |
| Rechnerischer Vorteil | 13 Euro pro Monat | −17 Euro pro Monat |
Die Werte sind frei gewählt und kein FP-Preisangebot. Das Beispiel zeigt, wie empfindlich das Ergebnis auf die tatsächliche Zeitersparnis reagiert. Die bewertete Arbeitszeit ist außerdem keine automatische Senkung der Personalausgaben.
Welche eigenen Daten brauchen Sie für die Entscheidung?
Messen Sie einen vollständigen typischen Postlauf mit beiden Verfahren, einschließlich Vorbereitung und Nacharbeit. Bewerten Sie neben den Kosten auch die termingerechte Fertigstellung, Vertretbarkeit und Kostenzuordnung. Diese Vorteile dürfen eine Entscheidung mittragen, sollten aber nicht als unbelegte Euro-Ersparnis erscheinen.
Für die Angebotsrechnung finden Sie im Artikel Gesamtkosten einer Frankiermaschine die einzelnen Kostenpositionen. Bei großen, planbaren Versandmengen können zudem andere postalische Verfahren relevant werden; deren Mengen- und Vorbereitungsanforderungen sind gesondert zu prüfen.